Teil eines Werkes 
4. Bd. (1851)
Entstehung
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35 ſeiner Schweſter. Ich habe Egon nicht wieder ge⸗ ſehen und wenn er ſtirbt, ſind meine Stunden gezählt.

Erſchöpft von dieſer aufregenden Erzählung ſank Helene Gräfin d'Azimont in die Kiſſen des Divans zurück.

Pauline ſuchte ſie zu tröſten. Sie verwies ihr die übergroße Heftigkeit und den Sturm ihrer Empfin⸗ dungen. Sie würde den Freund damit nur erkälten, ſagte ſie. Sie ſchilderte ihr, wie ſie ihre Pläne mit Beſonnenheit anlegen möchte. Sie pries das Glück, in ſolchen Dingen von einem guten Gatten nicht behin⸗ dert zu ſein, ja ſie wies ſelbſt auf die Möglichkeit hin, daß Rafflard hier zu einer Ausgleichung führen könne, da er den jungen Fürſten von Genf her kennen müſſe. Sie bat ſie ferner, dieſen Schmerz ums Himmelswillen nicht zu ſehr zur Schau zu tragen. Sie lebe nicht in Paris. Die Marximen der Geſellſchaft hätten ſeit kurzem einen merkwürdigen Umſchwung erlitten. Sie würde ſich und alle ihre Freunde compromittiren, wenn ſie dieſen Roman hier ſo fortſetzte, wie ſie ihn in Paris begonnen hätte. Der Hof wäre in ſol⸗ chen Dingen von einer unglaublichen Empfindlichkeit. Sie könnte ſich den abſcheulichſten Demüthigungen aus— ſetzen...

Helene blickte auf und ſagte ſtutzend:

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