Teil eines Werkes 
3. Bd. (1852)
Entstehung
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Anna, faſt in Verlegenheit, dem jungen Manne weh zu thun, begleitete die folgenden Worte mit einem außerordentlich milden und verſöhnenden Ausdruck:

Er ſprach, ſagte ſie, von der über den Rauch⸗ wolken des Scheiterhaufens ſchwebenden Taube, die mir ſo außerordentlich als die Idee der höheren Ver⸗ ſöhnung und der gerechten Zukunft gefallen hat.

Die Idee iſt einer Sage über Huſſens Feuertod entlehnt— ergänzte Siegbert.

Gleichviel! Mein alter Papa meinte, fuhr Anna ſchüchtern und mit großer Spannung für die auf jede ihrer kleinſten Aeußerungen merkende Altenwyl fort, Papa meinte, man könnte die in Paris verbrannten Templer nicht als Zeugen der chriſtlichen Wahrheit oder irgend eines geiſtigen Fortſchrittes verehren, ſie hätten im Gegentheil weit eher ein unheimliches Sym⸗ bol, eine Eule oder einen Raben, verdient.

Wie ſo? fragte Rudhard wieder barſch und kurzweg.

Die Templer, fuhr Anna faſt erſchreckend über dies rauhe Wie ſo? fort, die Templer haben nach des alten Herrn Meinung ſich ſehr in die Geheimniſſe jener Länder verloren, wo ſie für die chriſtliche Lehre ſtreiten ſollten, öfter aber vorzogen, mit den Ein⸗ heimiſchen in friedlichem Verkehr zu leben, wie wol

jeder Feind, den man ſich in der Ferne gehäſſig und

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