zeichnung des Hofes, ſondern auch ein Beweis ſeines intimſten Vertrauens. Hier trat nur ein, wer der königlichen Familie die Bürgſchaft der tiefſten Erkennt⸗ niß der Zeit gab. Die kleinen Cirkel regierten das Land, beſtimmten die Richtung der auswärtigen Po⸗ litik. Hier legten Geſandte ihre Beichte ab, hier las man die Depeſchen, die eben mit Kurieren oder dem Telegraphen eingelaufen waren. Hier trugen berühmte Gelehrte, die das beſondere Vertrauen genoſſen, bei einer einfachen Taſſe Thee ihre Anſichten über die Zeit vor oder erzählten, was ſie auf Reiſen neuer⸗ dings beobachtet hatten. Die kleinen Cirkel waren der Alpdruck der Miniſterien. Selten, daß Einer von den Männern, die die Woge des Augenblicks dem Hofe als Miniſter zuwarf, hier Zutritt erhielt. Es gehör⸗ ten dazu Eigenſchaften, die nicht in der Kunde des Staats und ſeiner Verhältniſſe allein lagen. Man mußte ſozuſagen auf den Ton des Herrſcherpaars, be⸗ ſonders der jungen Königin, geſtimmt ſein. Wie We⸗ nige waren Das von den trockenen Bureaukraten, den barſchen Kriegern, den verſchmitzten Rechtsgelehrten! Und doch fühlten ſie Alle, daß in den kleinen Cirkeln die Parole des„Syſtems“ ausgegeben wurde. Man⸗ ches, was man hier wünſchte, ſcheiterte vielleicht zum erſten male am Widerſtande der Miniſter, zum zwei⸗
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