Teil eines Werkes 
2 (1861) Adam Bede
Entstehung
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Irwine's Stimme hatte aufgehört, und die Gruppe um den Weißdorn zerſtreute ſich nach der Kirche hin.

Alle traten bei Seite und ſtanden mit abgezo⸗ genen Hüten da, als der Pfarrer vorbeiging; ihm zunächſt folgten Adam und Seth mit ihrer Mutter in der Mitte; denn Joſua Rann functionirte ſowohl als erſter Todtengräber wie als Küſter und konnte daher dem Geiſtlichen nicht ſogleich in die Sacriſtei folgen. Aber ehe die drei Leidtragenden herankamen, entſtand eine Pauſe: Lisbeth hatte ſich umgedreht um das Grab noch einmal anzuſehen. Ach! jezt war Nichts mehr vorhanden als der Weißdorn. Dennoch weinte ſie heute weniger als ſie ſeit dem Tode ihres Mannes gethan hatte: in all ihren Kummer miſchte ſich ein ungewöhnliches Gefühl ihrer eigenen Wichtigkeit, denn ſie hatte ein Begräbniß, und Herr Irwine hatte ein beſonderes Gebet für den Seligen geleſen; überdieß ſollte, das wußte ſie, noch ein Leichenlied für ihn geſungen werden. Sie empfand dieſes Gegengewicht gegen ihren Schmerz noch ſtärker als ſie mit ihren Söhnen auf die Kirchthüre zu⸗ ſchritt und das freundliche, theilnehmende Nicken der ganzen Gemeinde ſah.

Mutter und Söhne gingen in die Kirche, und die Bauern folgten, einer um den andern, obſchon einige noch immer draußen blieben; der Anblick von Herrn Donnithorne's Kutſche, die langſam den Hügel herankam, beſtärkte ſie wohl in der Ueberzeugung daß keine Eile nöthig ſei.

Aber jezt begannen die Poſaunen und Trompeten zu erſchallen; der Abendgeſang womit der Gottes⸗ dienſt immer eröffnet wurde ließ ſich vernehmen, und