1. Die Familie David Nams.
David Ram, der ſich nie angewöhnt hatte, die Hausmiethe zu bezahlen, war, vielleicht ſogar aus die⸗ ſem Grunde, oſt genöthigt, die Wohnung zu verän⸗ dern, darum finden wir ihn auch nicht mehr auf dem Wiſde ſteeg, fondern in einer elenden Hinterkammer in de Land van beloften ſteeg.
Sein Hausrath hatte keine Veränderung erlitten, das war aber mit David Ram der Fall: ſein Geſicht war ſo mit Tüchern umwunden, daß er nur ein Auge, nämlich das linke, gebrauchen konnte.
Dieſe ehrwürdige Perſon ſaß an dem mit Schmutz und Flecken bedeckten Tiſch, auf dem ein Licht brannte, welchem der Hals einer leeren Flaſche zum Leuchter diente. Jim, der vielbelobte Sohn des würdigen Va⸗ ters, ſaß auf einem umgekehrten Eimer, da der zweite Stuhl von einer uns noch ganz unbekannten Perſon beſetzt war.
Dieſe Perſon war ein junger Mann von ungefähr neunundzwanzig Jahren, deſſen Geſicht einen ſonder⸗ baren Gegenſatz zu dem Rams und ſeines Sohnes bil⸗ dete; es hatte noch einige Spuren früheren nobleren Ausſehens: doch hatten Leichtſinn und Zuchtloſigkeit, im Vereine mit Armuth und Mangel, eine krankhafte


