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ich während beinahe ſechs Jahren ihr verur⸗ ſacht hatte, und erwartete mit Sehnſucht die Nacht. Endlich erſchien dieſe, ich hatte nur ein kleines Bündel mit den nöthigſten Klei⸗ dungsſtücken gepackt, dieſes warf ich zum Fenſter hinaus, befeſtigte meine Leintücher, und ließ mich an dieſen herab in den Park, eilte zum Thore und fand dieſes bereits durch Caspari geöffnet, der hier meiner harrte, und mich zu ſeiner Mutter brachte; ſogleich wurde ich in ein Zigeunermädchen umgeſchaf⸗ fen, und ſo reiſten wir, Mutter Hanna und ich, unter Begleitung ihres Sohnes, Dentſch⸗ land zu, welches wir ohne irgend ein Hinderniß erreichten. Hier trennte ſich Caspari von uns und ging zurück, wir aber reiſten nach Wien. Das Uebrige hat bereits Mutter Han⸗ na erzählt.“
Am andern Morgen, um die Freude dem Herzog nicht länger zu entziehen, ſeine längſt für immer verloren gehaltene Tochter ihm endlich zuführen zu können, und ihr den ſchön⸗ ſten Genuß zu verſchaffen, ihren Vater zu um⸗ armen, ſeinen Segen und ſeine Liebe zu erhalten,


