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nehmen. Erſt da alle Hoffnung verſchwun⸗ den war, reiſte er nach Deutſchland, dieſes zu durchwandern, und dann nach England zurückzukehren.— In Wien hörte er viel von einer Herzogin L. ſprechen, deren Schönheit und geiſtreiche Bildung man eben ſo bewun⸗ derte, als man ſie bemitleidete, indem ein tiefer Kummer ihr Herz zu belaſten ſchien. Einige behaupteten, die Urſache ihres Gra⸗ mes ſei eine unglückliche Ehe, Andere, ihr kinderloſer Eheſtand, und andere unangeneh⸗ me Familienangelegenheiten u. ſ. w. Sie hielt ſich ſchon einige Monate in Wien mit ihrem Gemahl auf, kam vom Karlsbade, und
war Willens, wieder nach dem ſüdlichen
Italien, wo das Herzogthum ihres Gatten lag, nächſtens abzureiſen.
Es war eines Abends große Geſellſchaft bei der Fürſtin Auersberg, Lord B. war zugegen, da trat auch die Herzogin L. ein. Wie erſchrack der Lord,— das waren die nämlichen Geſichtszüge Laurettens, nur völlig ausgebildet; nur eine Tochter konnte ſo der Mutter gleichen, Laura mußte ihre


