Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
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Durchleſen gefallen; als ſie ihn aber noch ein Mal durchſah, mißfiel ihr die, ſeine El⸗ tern betreffende Stelle ſehr; auch konnte ſie es nicht billigen, daß er das, was er ſeine Zweifel nannte, durch die Liebe hatte wi⸗ derlegen laſſen. Sie wußte, daß er in der Stadt ein wildes Leben geführt hatte⸗ daß er alſo jetzt noch weniger, als früher ein guter Ehemann und ein würdiger Geiſtlicher zu werden verſprach. Er beſaß einige gute Eigenſchaften, aber keine feſten Grundſätze. Sie fühlte ſich ihm verpflichtet für die Treue ſeiner Liebe, und für den Edelmuth, den er in ſeinem ganzen Betragen gegen ſie bewie⸗ ſen; auch blieb ſie nicht unempfindlich bei Ro⸗ 3 ſamundens dringender Fuͤrſprache; aber dem⸗ ohngeachtet beharrte ſie feſt auf ihrem Ent⸗ ſchluß, und die abſchlägige Antwort, obgleich in den mildeſten, zarteſten Ausdrücken, ab⸗ gefaßt, war ſo beſtimmt, als möglich.

Kurz darauf hatten ſich die Schweſtern