Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
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gen gedemüthigt, zog er ſich zurück, und richtete ſeine Rede nicht mehr an ſie.

Von dieſem Augenblick an änderte auch Roſamunde ihre Meinung über Herrn von Tourville. Sie gab ihn ganz auf, und ließ ihm nur ungern das Verdienſt der geſelligen Tugenden, die ihm Niemand abſprechen konnte. Auch nicht die kleinſte Schwäche ent⸗ ging nun ihrer ſcharfen Beobachtungsgabe und ihrem lebhaften Gefühl füͤr das Lüächerliche.

Eine leiſe Ahnung, daß er die Gunſt der Damen verſcherzt habe, ließ Herr von Tour⸗ ville am folgenden Tage ſeine Unterhaltung nur an die Maͤnner des Hauſes richten. Er tröſtete ſich ſelbſt mit der Wichtigkeit ſeiner politiſchen Würde, und ſprach ſehr hochtra⸗ bend von Politik und Diplomatie. Roſa⸗ munde hörte mit ſchelmiſcher Aufmerkſamkeit zu, erbat ſich mit ironiſcher Einfalt von Zeit zu Zeit Erklaͤrungen über einige Punkte