Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
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licher Selbſtverläugnung machte er Jedermanns Meinung zu der eigenen, wogegen das ſelbſt⸗

ſüchtige Betragen während der perſönlichen

Gefahr nicht wenig abſtach. Und doch war

der Einfluß der gegenwärtigen, ausgezeichneten

Höflichkeit ſo groß, daß ſein früheres Be⸗

nehmen darüber von den meiſten Gliedern der

Familie vergeſſen wurde.

Kaum waren die Damen in ihrem Zimmer allein, als eine lebhafte Unterhaltung über Herrn von Tourville's Verdienſte und Fehler begann. Roſamunde erſchöpfte ſich in den wiederſprechendſten Urtheilen über ſeinen Cha⸗ rakter, und blieb endlich dabei ſtehen,& daß er doch im Grunde ganz angenehm ſey. 2 Dieſem Ausſpruch konnte Caroline unmög⸗ lich beiſtimmen. Sie erinnerte Roſamunden an ſein feiges, eigennütziges Betragen, wie er nur an ſich gedacht, und durch große Liebe zum eigenen Leben beinahe den Vater und Bruder um das ihrige gebracht habe. Dies