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Erzählungen aus dem Jugendleben / nach Maria Edgeworth übers. von Rudolf Engel ... Hrsg. von Ernst Hold
Entstehung
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Die halbe Guines, welche Marie dem Ge⸗ ſchaͤftführer fuͤr die Wohnung gegeben hatte, war von dem Gelde, das ſie der Schullehrerinn bezahlen mußte, deren Foderung uͤber eine Gui⸗ nee betrug. Marie ging mit ihrer Ziege zu ihr, und bot ihr dieſe als einen Theil der Zahlung gn, da ſie kein Geld mehr uͤbrig haͤtte, aber. die Schul⸗ lehrerinn weigerte ſich, die Ziege anzunehmen. Sie ſagte, es haͤtte mit dem Gelde noch Zeit, bis es Marien moͤglich waͤre, es zu bezahlen, und ſie wuͤßte, daß ſie ein ehrliches, arbeitſames Maͤdchen waͤre, das wohl fuͤr mehr als eine Gui⸗

nee Vertrauen verdiente. Marie dankte ihr und freute ſich, ihre Ziege wieder heim bringen zu koͤn⸗ nen, der ſie ſo gut war.

Als ſie ihre Wohnung bezogen hatten, gingen ſie jeden Tag regelmaͤßig an ihre Arbeit. Marie ſpann taͤglich neun Gebinde, und verrichtete ne⸗ benbei die uͤbrigen Hausgeſchaͤfte; Edmund ver⸗ diente taͤglich vier Penny mit ſeiner Arbeit, und Gretchen und Hannchen erhielten jede zwei Penny

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