„Nun, ich tröſte mich! Auch an Dich wird die Reihe kommen!“
„Möglich. Aber da ſind wir zur Stelle. Halt, eilfüßiger Zelter! Laß Deinen Gebieter abſteigen!“
Ich warf dem Maulthier ein Bündel Heu vor, das Aleſſandro mir vorſorglich auf den Wagen ge⸗ packt hatte und ſchritt dann an der Seite Karl's durch die niedrige Thür der alten, verräucherten Schänke. Ein ſonnverbrannter, halbwüchſiger Burſche erklärte ſich bereit, gegen einige Kupfermünzen das Corricolo und die gierig freſſende Negra vor unberufenen Lieb⸗ habern zu ſchützen und ſo nahmen wir denn, aller ir⸗ diſchen Sorgen ledig, an einem der ſchweren, marmor⸗ bedeckten Tiſche Platz und beſtellten eine Flaſche Capri⸗ wein. Karl war nämlich der Anſicht, Nichts bereite ſo vortrefflich für den Genuß des Lacrymae Chriſti vor, als eine Bottiglia dieſes leichten Inſelgewächſes.
„So!“ ſagte er, als die Gläſer zum erſten Male geleert waren—„nun leg los, carissime! Was haſt Du mir mitzutheilen?“ „Sehr wenig“, entgegnete ich in gleichgiltigem
Tone...„Zum Mindeſten von Deinem Standpunkte aus betrachtet...“ „Nun?“
„Ich verheirathe mich!“


