zum Bruch meines heiligſten Geluͤbdes hingeliſtet hat!"“ 3
„Deine Frau eine Betrügerin?“ rief We⸗ ſtold erſchrocken—„Was heißt das? Erklaͤre Dich doch endlich naͤher!“
„ So hoͤre!“ ſprach Haſtebeck—„Als ſie, vor Jahr und Tag, nach Danzig reiſte, nahm ich ihr das heilige Verſprechen ab, daß ſie erforſchen, und mir Nachricht bringen ſolle, ob Dorothee meiner noch mit herzlicher Theilnahme gedenke. Sie ſollte ihr in dieſem Falle ſagen, daß ich— wie ich es mir geſchworen— ihr treu bleibe bis in den Tod; und ich gab ihr Dorotheens Haar⸗Ring, als mein liebſtes Kleinod„ mit, daß ſie ihn von Dorotheen durch einen Kuß zu einem ewigen Heiligthume fuͤr mich einweihen laſſen ſolle. Nur wenn ſie Dorotheen kalt und lieblos gegen mich fände: dann ſollte ſie ihr den Ring zuruͤckgeben, oder ihn in die Oſtſee werfen.“
„Ganz recht,“ ſagte Weſtold—„Sie fand Dorotheen kalt und gleichgiltig gegen Dich; und Dorothee entriß ihr den Ring, und
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