Teil eines Werkes 
1. Theil (1823)
Entstehung
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Weſtold ehrte ſchweigend den Schmerz ſeines Freundes. Sie gingen lange ſtumm miteinander im Zimmer auf und ab.

Spaͤt erſt erinnerte Weſtold ſich wieder, wo⸗ von die Erzaͤhlung Ha ſtebecks ausgegangen war. Aber du wollteſt mir ja eigentlich deine Geſchichte mit Sophien erzaͤhlen? unterbrach er endlich die aͤngſtliche Stille.

Ja ſo! erwiederte Haſtebeck, wie aus einem ſchweren Traume erwachendNun, wie ich dir ſchon geſagt habe: ich ſprach immer mit ihr von nichts, als von Dorotheen in welchem Maaße ſie wohl ungluͤcklich oder gluͤcklich ſeyn moͤch⸗ te; ob ſie mich wohl noch liebe, oder vergeſſen habe? Darum drehten ſich faſt alle meine Geſpraͤche mit Sophien, und ſie war gutmuͤthig und wohlwol⸗ lend genug gegen mich geſinnt, um mich geduldig,

ja theilnehmend anzuhoͤren. Wie es aber wirklich um Dorotheen ſtehe, das konnt' ich immer nicht erfahren. Eines Tages uͤberraſchte mich Sophie mit der Neuigkeit, daß ſich eine ſehr ſchoͤne Gele⸗ genheit gefunden habe, nach Danzig zu reiſen, und 2*