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»So? Und warum denn?«
»Weil ich Euch binnen wenigen Stunden unter meinen Händen haben werde.«
Der Gefangene ſprang mit einem Satze in die Höhe und heftete ſeine von der Furcht erweiterten Augen auf den Henker.
„»Sprichſt Du im Ernſt, Ketch? Verſchweige mir nichts. Sey offen gegen deinen Freund! Iſt es wahr, was Du mir ſo eben ſagteſt?«
»Ich ſchwöre bei meiner Seele, daß ich die reine und einfache Wahrheit geſagt habe. Ich habe den Befehl zu eurer Hinrichtung ſchon bei mir.«
Jeffreys ſenkte den Kopf und ſchien einen Augenblick lang in tiefe Betrachtungen zu verſinken.
Dann nahm er in ruhigem Tone wieder das Wort.
»Da Du die Wahrheit ſagſt, ſo muß ich mich mit dieſem Martins beſprechen. Geh und hole ihn, Freund.«
»Aber dazu wird ja noch Zeit ſeyn, wenn es wieder Tag iſt.“
»Nein, nein. Es liegt mir viel daran, meinen Platz ſo⸗ gleich zu belegen. Geh und hole Martins.«
Ketch gehorchte.
Sobald er hinaus war, zog Jeffreys den Pfropf aus einer ungeheuern Flaſche Rhum, hielt ſie dann zwiſchen das Auge und das Licht und ſagte mit trunkenem Lächeln:
»Das iſt die Rettung! Wie viele Andere tödten ſich mit allen von der Hölle erfundenen Giften! Ich dagegen werde meine Zuflucht zu Euch nehmen, Thränen der Sonne! Ich werde


