Teil eines Werkes 
[3. Bd.] (1859)
Entstehung
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J.

Eine Nacht der Liebe.

Wahrend bei dem Geräuſch der Tritte, die auf den

Stufen der Treppe hallten, der Abbé Caetano und William

* einen Blick der Unruhe und Beſorgniß wechſelten, ſagte Su⸗

ſanne, ohne einen einzigen Augenblick lang ihre Kaltblütigkeit

zu verlieren, zu der eben ſo ruhig gebliebenen Tochter des Pu⸗ ritaners:

»Behaltet Lucian bei Euch, meine Schweſter.«

Dann wendete ſie ſich zu dem ehrwürdigen Prieſter und zu dem treuen Diener und fuhr fort:

»Wir wollen Miß Luch's Zimmer verlaſſen und in den Salonzurückkehren.«

Die beiden alten Freunde des Hauſes gehorchten ohne Zögern und die Irländerin ſchloß die Thür hinter ſich zu und ſagte, indem ſie entſchloſſen auf die große Eingangsthür des Salons zuging:

»Nun mögen Jeffreys oder Perch Kirke wagen bei mir zu erſcheinen, um ihre gewöhnlichen Gewaltthätigkeiten auszuüben! Wehe Ihnen! Ich werde dem Erſtern zeigen, daß es eine Zeit gibt, wo man die Geſetze mit Füßen treten kann, und eine Zeit, wo man ſie reſpectiren muß dem Andern aber, daß ſeine Dictatur ſchon fern von uns iſt.«

Der Tiger von Tanger. IX. 1