Teil eines Werkes 
[1. Bd.] (1859)
Entstehung
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»Ah, alſo zu dieſem Zwecke ſeyd Ihr hierhergeſchickt,

Herr Oberrichter?«

»Ja, mein Freund. Du ſiehſt alſo, daß meine Dienſt⸗ pflichten in mehren Punkten ganz dieſelben ſind, wie die deines Generals.

Der Soldat ſchien einen Augenblick lang nachzudenken, dann näherte er ſich wie einen plötzlichen Entſchluß faſſend dem Fenſter und gab Jeffreys ein Zeichen, daß er dasſelbe thun möchte.

»Ihr ſehet dort unten links das weiße Haus, nicht wahr, Herr Oberrichter? ſagte er, indem er bedeutſam mit den Augen blinzelte.

»Ja, ich ſehe es,« antwortete Jeffreys, deſſen Herz ge⸗ waltig klopfte;und was iſt damit?«

»Was damit iſt? In dieſem Hauſe ſteckt ein Rebell.«

»Woher weißt Du das?« rief der Oberrichter mit einem heiſern Gebrüll wilder Freude.

»Woher ich es weiß? Nun, ſeit vier ganzen Tagen und Nächten habe ich nicht aufgehört, dieſe Thür zu überwachen, damit mein Mann nicht etwa unbemerkt das Haus verlaſſe«

»Alſo haſt Du einen Verdächtigen hineingehen ſehen?«

»Ihr nennet dieſen Menſchen einen Verdächtigen und fraget mich, ob ich ihn in dieſes Haus habe gehen ſehen? Es iſt ja ein wirklicher Rebell, der größte Rebell, den es geben kann, und ich folge ihm auf Befehl des Generals ſchon von Weſton Zoyland an. Ihr könnt Euch nicht denken, welchen Weg er mich achtundvierzig Stunden lang hat machen laſſen. Und wißt Ihr auch, weshalb ich Euch dies alles ſage? Um einen meiner Cameraden zu rächen, den ein gewiſſer Adju⸗ tant Namens Lord Henry Lisle in der Wuth verwundet hat.«