„O, die Worte, die vier Worte, welche dieſes Geheim⸗ niß in ſich faſſen, haſt Du zehntauſendmal geleſen, aber darin weiter nichts geſehen als Worte. Du biſt kein praktiſcher Mann, Cornwell. Nein, Du verſtehſt nichts von den Wirk⸗ lichkeiten des Lebens!«
„Ich beweiſe Dir in dieſem Augenblicke das Gegentheil,« ſagte der platoniſche Bewunderer Lucy’s, indem er den Reſt des Bieres in ſeine Kehle hinuntergoß.»„Aber alle deine ſchö⸗
nen Reden ſagen mir nicht, worin das koſtbare Geheimniß
beſteht, welches Du ſo gut zu benutzen gewußt haſt.«
„Accedes siccus ad unctum!« citirte Grosby in pathe⸗ tiſchem Tone.
„Beim Pollux, das iſt wahr!« rief Cornwell.»Acce- des siccus ad unctum! Wohlan, ich geſtehe zu meiner Schande, daß ich in dieſen Worten niemals den tiefen Sinn geſehen habe, welchen Du mir ſo eben darin geoffenbaret. Armer, ſchließe Dich an einen Reichen an.⸗
»Unglücklicher! Du verſuchſt dieſe Worte zu überſetzen, die doch unüberſetzbar ſind. Verſuche niemals, ſie aus der Sprache des Horaz in eine andere zu übertragen, ſonſt ver⸗ lierſt Du meine Achtung oder ich verläugne Dichl«
„Du haſt ganz Recht, Grosby. Dergleichen Parfums darf man nicht aus einem Gefäß in das andere füllen wollen. Ich werde nicht wieder in einen ſolchen Fehler verfallen und dennoch werde ich nicht weniger deine Achtung verlieren.«
„Warum denn, mein vortrefflicher Cornwell?«
„Weil ich, wie ich Dir offen geſtehe, das Leben der Feldmaus dem ihrer zarten Freundin bei weitem vorziehe.«
„Deswegen wirſt Du meine Achtung nicht verlieren, Cornwell,« entgegnete der egoiſtiſche Grosby.»Ha! wenn Alle, die Dir gleichen, ſich reiche Freunde machen und ſich in
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