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kernt, der dieſe Diöceſe dirigirte— den ehrwürdigen und muthigen Ken.
Das Gerücht von den militäriſchen Executionen, die den vorigen Abend auf dem Sedgemoore ſtattgefunden, und die Nachricht von der Gefangennehmung Monmouth's am ſelben Morgen war ſchon ſeit einigen Stunden bis nach Bath ge⸗ drungen. Der Biſchof Ken, der ſich unter den Erſten be⸗ fand, welche dieſe Ereigniſſe erfahren, hatte ſich ſofort ent⸗ ſchloſſen, nach London zu reiſen. In ſeinen Gedanken und ſeinen chriſtlichen Abſichten war der Zweck dieſer Reiſe ein doppelter. Er wollte den König um die Ermächtigung bitten, dem gefangenen Herzog in ſeinen letzten Augenblicken zur Seite zu ſtehen, was wir ihn auch bereits haben thun ſehen, und dem König den beklagenswerthen Eindruck und die Ab⸗ neigung gegen ſeine königliche Perſon ſchildern, welche durch die maßloſe Grauſamkeit ſeiner Armee in den weſtlichen Graf⸗ ſchaften erweckt werden mußte.
»Ich ſterbe vor Hunger,“« ſagte Cornwell bei ſich ſelbſt, als er die Hauptſtraße der Stadt betrat,»obſchon aber jetzt Badezeit iſt und die Lebensmittel daher in Ueberfluß vorhan⸗ den ſeyn müſſen, ſo werde ich mich wohl hüten, in einer die⸗ ſer elenden Herbergen etwas zu eſſen zu verlangen. Ich habe keinen Penny in der Taſche und man würde nicht verfehlen, mich für einen fliehenden Rebellen zu halten. Nein, nein, gehen wir ſtracks zu dem Biſchof. Wenn ſein Kammerdiener zugegen iſt, ſo bin ich gerettet. Er iſt ein ſo guter Freund, dieſer Grosby. Dichter wie ich, wird er ſich der Zeit erinnern, wo wir in unſerem armſeligen Dachſtübchen in London unſere Verſe drechſelten.«
Einige Augenblicke ſpäter ſtand Cornwell vor Grosby,
der ihn an ſeine Bruſt drückte. *


