Teil eines Werkes 
3Der Tiger von Tanger : historischer Roman : 3. Th. (1858)
Entstehung
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Dir denn begegnet? Noch niemals habe ich eine ſolche Bläſſe auf deinem Geſicht geſehen.«

»Aber Du haſt auch noch nicht eine Schmach geſehen wie die meine! Wenn die Verdammten in der Hölle in dieſem Augenblick die Schmerzen erdulden, die ich empfinde, dann ſind ſie ſehr unglücklich!«

Der Generalmajor, der ſeit ſeinem Eintritt das Cabinet des Oberrichters von King's Bench mit ſtürmiſchen Schritten gemeſſen hatte, blieb plötzlich vor ſeinem Freunde ſtehen.

»Biſt Du mein Freund?« fragte er ihn plötzlich.

Ob ich dein Freund bin, Percy! Haſt Du denn Grund, daran zu zweifeln?ke

»Nein, dann aber laß Murray ſofort verhaften!

Jeffreys fuhr zuſammen und warf ſich mit dem Aus⸗ druck der größten Beſtürzung an die Lehne ſeines Seſſels zurück..

Ich ſoll deinen Schwiegervater verhaften laſſen? Iſt das wirklich dein Ernſt, mein Freund?«

»Bei den Furien der Hölle!« rief der Soldat von Tan⸗ ger,»wird dieſe beleidigende Heiterkeit wohl ein Ende neh⸗ men, Mylord? Wollt Ihr mich zwingen, Euch mit meinen Händen zu erwürgen? Euch mit meinen Füßen zu zer⸗ treten?«

»Und ich, General, frage Euch meinerſeits, ſagte Jeffreys, indem er ſich erhob,»ob ich Euch als einen Wahn⸗ ſinnigen, der Ihr in dieſem Augenblicke ſeyd, einſperren laſ⸗ ſen ſoll? Wenn Ihr Euch erklärt haben werdet, ſo werde ich ſehen, ob man über die Worte eines Unſinnigen zu lachen oder die eines Vernünftigen ernſthaft anzuhören hat. Redet! was wollt Ihr?«