Teil eines Werkes 
3Der Tiger von Tanger : historischer Roman : 3. Th. (1858)
Entstehung
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Ihr waret nicht in London und ich geſtehe Euch, dies ärgerte mich— denn Ihr macht eure Sache ſehr gut, wirklich, Ihr macht eure Sache ſehr gut. Alſo, Oberſt, welchen Poſten würde ich Euch wohl anvertrauen können? Ihr ſeyd in die Sachen eingeweiht— ich habe Chiffinch ermächtigt, Euch von Allem zu unterrichten, wenn er es für angemeſſen hielte. Haſt Du es gethan, Chiffinch, ſag', haſt Du es gethan? Iſt der Oberſt Percy Kirke in unſere kleinen Angelegenheiten ein⸗ geweiht?«

»Ja, Sire,“« ſagte der Page, indem er ſich verneigte.

»Gut.— Da unſer treuer Freund Chiffinch ſo viel Vertrauen zu Euch hat, ſo kann ich deſſen auch haben, denn Chiffinch iſt ein Bürſchchen, dem es weder an Klugheit, noch an Witz, noch an Scharfſinn mangelt und er kennt die Men⸗ ſchen, als ob er ſie geſchaffen hätte. Jacob Crofts will uns alſo mit Krieg überziehen! Es handelt ſich darum, ihn gut zu empfangen. Gern hätte ich, lieber Oberſt, Euch das Ober⸗ commando der regulären Truppen veeliehen, welche ich, ſo⸗ bald es Zeit iſt, gegen ihn abſenden werde. Ich will aber, indem ich Jemanden dieſes Commando übertrage, zugleich damit eine alte Schuld der Dankbarkeit abmachen. Denn kein Menſch hat ein treueres Gedächtniß als ich, und wenn ich eine Beleidigung niemals vergeſſe, ſo bin ich auch andererſeits eines Dienſtes ſtets eingedenk. Warum ſollte ich Euch es nicht ſagen? Um vor zwanzig Jahren meine Rückkehr in das König⸗ reich meiner Väter zu erleichtern, verpfändete der Marſchall von Türenne, um mir Geld zu verſchaffen, ſein Tafelgeſchirr. Heute finde ich Gelegenheit, mich für dieſen Dienſt dankbar zu bezeigen und ich ergreife ſie mit Freuden. Deshalb werde ich das Obercommando Louis de Duras, Grafen von Fevers⸗