Teil eines Werkes 
1Der Tiger von Tanger : historischer Roman : 1. Th. (1858)
Entstehung
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Der Oberrichter konnte in Folge dieſer aufmerkſamen Prüfung einen dumpfen Ausruf des Erſtaunens nicht unter⸗ drücken.

„»„Ich komme nun, Mylord,“« fuhr Fitzgerald fort, ohne daß er ſich weiter mit dem Eindruck zu beſchäftigen ſchien, welchen er auf ſeinen furchtbaren Zuhörer machte,„ich komme nun zu den Enthüllungen, welche das, was ich bis jetzt ge⸗ ſagt, Euch nothwendig erwarten laſſen muß. Ich werde kurz ſeyn. Der einzige Freund, den ich auf Erden hatte, ein Lands⸗ mann, der eben ſo arm als unglücklich iſt, wie ich, hat mir kürzlich auf ſeinem Sterbebette zwei wichtige Geheimniſſe anvertraut. Das erſte bezieht ſich auf Lord Lisle, einen der Richter Carls I., und das zweite auf den Herzog von Mon⸗ mouth.«

Bei dem Namen des Lord Lisle ward Jeffreys lei⸗ chenblaß.

»Du weißt, wohin Lord Lisle ſich geflüchtet hat?« rief er in heftigem Tone.

»Ja, Mylord, ich weiß es.«

»Du kennſt den angenommenen Namen, unter welchem er ſeine Schande verbirgt?«

»Ja, Mylord, ich kenne dieſen angenommenen Namen.«

»Bei der Hölle, wenn Du etwa hoffſt mich zu täuſchen, mit meiner Leichtgläubigkeit zu ſpielen, mein Vertrauen zu mißbrauchen, dann ſollſt Du es ſchwer bereuen! Wenn Du lügſt, nichtswürdiger Schurke, ſo erwarten Dich die grauſam⸗ ſten Martern! Ich werde deinen Todeskampf auf noch nie dageweſene Weiſe verlängern laſſen, deine Schmerzen ſollen ſo furchtbar ſeyn, daß Du nach dem Galgen lechzen ſollſt, wie der Verdammte in der Hölle nach einem Tropfen Waſſer lechzt. Du ſollſt in die Hände der erfahrenſten Folterer des