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Es ließ ſich nicht bezweifeln, trotz ſeines gutmüthigen, offenen Geſichtes hatte Roſe ſicherlich ſchon oft als Vermittler zwiſchen ſeinen Cameraden und der Juſtiz gedient und den Galgen von Hyde⸗Park, Corner und Tyburn oft Zierden geliefert. 3 Dieſe übelwollenden, ſchlau im Dunkeln verbreiteten Muthmaßungen hatten aber noch niemals gewagt, in Gegen⸗ wart der furchtbaren Fäuſte des Athleten an's Tageslicht zu treten. Auch galten ſie bei ſeinen zahlreichen Freunden für grundloſe Verdächtigungen und niedrige Verleumdungen, die einer ernſten Widerlegung gar nicht würdig ſeyen.
Dennoch konnte man bemerken, daß der Blick des be⸗ rühmten Boxers ſich niemals auf die Perſon heftete, mit wel⸗ cher er eben ſprach, und ein aufmerkſames Auge hätte hinter der Maske von Offenheit und Gutmüthigkeit, hinter welcher er ſein Geſicht verbarg, wohl Liſt und Treuloſigkeit zu erkennen vermocht.
Roſe's Worte waren von allen anweſenden Gefangenen mit Ausnähme des frühreifen Jack mit lärmendem Enthuſias⸗ mus aufgenommen worden.
»Ja wohll ja wohl! Gin her!s ſchrien ſie einſtimmig. „Man bringe zwanzig Pinten Gin! Der neue Ankömmling ſoll leben! Er gehe freudig im Leben einher und beſteige fröh⸗ lich den Galgen!«
Der, welcher auf dieſe Weiſe mit ſo einſtimmiger Accla⸗ mation begrüßt ward, runzelte die Stirn, ließ einen verächt⸗ lichen und dreiſten Blick auf den Cirkel fallen, der ſich um ihn her ſchloß, und nahm endlich das Wort.
»Meine Herren,“ ſagte er in feſtem und ſpöttiſchem Tone,„ich fühle mich durch euren wohlwollenden Empfang außerordentlich geehrt. Unglücklicherweiſe aber erlauben meine


