von dem eigentlichen Thore hin, da wo gegenwärtig Giltſpur⸗ Street⸗Compter ſteht und der von dem eigentlichen Gefäng⸗ niſſe getrennte Folterhof oder Preſſyard lag hinter dem, was heutzutage Phönix⸗Court iſt.
Die auf der Südſeite gelegene Hauptfagade bot den gleichzeitig traurigen, ſtrengen und impoſanten Anblick einer furchtbaren Maſſe von dieſen Mauern, die von rohen Stei⸗ nen aufgeführt, von Rauch geſchwärzt und vom Regen be⸗ ſchmutzt waren. Das dadurch unangenehm berührte Auge folgte hier den plumpen Umriſſen der maſſiven Simſe und der doppelten Reihe von Gittern, welche die gähnenden Oeff⸗ nungen der Fenſter ohne Glasſcheiben ſchützten. Eine düſtere Vorhalle mit ihren verroſteten Ketten und ihrer ſchwerfälligen eiſernen Thür, eine oben an der Mauer angebrachte Sonnen⸗ uhr, welche die Beſtimmung zu haben ſchien, die Stunden der Gefangenſchaft noch langſamer erſcheinen zu laſſen, ver⸗ vollſtändigten den düſtern Eindruck, welchen dieſes verhäng⸗ nißvolle Gebäude auf das Gemüth des Beſchauers machte.
Die weſtliche Seite des Gefängniſſes dagegen bot zu der ſo eben beſchriebenen einen eigenthümlichen Gegenſatz. Eine dreifache Reihe von toscaniſchen Säulen verlieh ihm eine Phyſiognomie, die, wenn auch nicht geradezu heiter war, doch mit ſeiner Beſtimmung durchaus nicht in Einklang ſtand. In den zwiſchen den Säulen befindlichen Niſchen ſtanden Statuen und— dies war ein ſpecifiſch engliſcher Beweis von Humor— die ſchönſte und größte dieſer ſteinernen Figuren ſtellte die Göttin der Freiheit vor.
Dos Innere des Gebäudes entſprach ſeinem Aeußern auf würdige Weiſe. Seine unglücklichen Bewohner waren je nach den pecuniären Hilfsmitteln, über welche ſie verfügten, in drei verſchiedene Quartiere getheilt.
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