Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

150

Bemerkung, daß er bei ſeiner Umwandlung die zehn⸗ fache Kraft und Claſticität gewonnen hatte.

„Bei den Hörnern des Teufels,“ ſagte einige Schritte von da Herr Jean zu ſeinem neuen Rüden⸗ knecht,„Du hältſt des Hängeſeil immer zu locker, Burſche; Du haſt den Spürhund knurren laſſen, und ſo werden wir den Wolf nie wieder in den Wald treiben.“

„Ich will meinen Fehler nicht leugnen, gnädiger Herr,“ antwortete der Rüdenknecht;„aber da ich den Wolf geſtern Abend hundert Schritte von hier durch⸗ kommen ſah, ſo konnte ich unmöglich annehmen, daß er in dieſem Schlag über Nacht geblieben ſei, und daß wir ihn zwanzig Schritte vor uns hätten.“

„Und Du biſt ganz ſicher, daß es derſelbe iſt?“

„Möge das Brod, das ich im Dienſte des gnä⸗ digen Herrn eſſe, mir zu Gift werden, wenn dies nicht der ſchwarze Wolf iſt, den wir im vorigen Jahre jagten, als der arme Markotte ertrank.“

„Ich möchte ihn gerne angreifen,“ ſagte Herr Jean mit einem Seufzer.

„Befehlet, gnädiger Herr, ſo greifen wir an; aber erlaubet mir die Bemerkung, daß wir noch zwei volle Stunden Nacht vor uns haben, und daß unſere Pferde dann ſchon vor Tagesanbruch lendenlahm ſein werden.“

„Aber wenn wir den Tag abwarten, Munter, ſo wird die Beſtie zehn Stunden weg ſein.“

„Zum wenigſten, gnädiger Herr,“ ſagte Munter den Kopf ſchüttelnd,„zum wenigſten.“

„Dieſer elende ſchwarze Wolf kommt mir gar nicht mehr aus dem Sinn,“ fuhr Herr Jean fort,