Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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minder ungeberdiger Miene den Arm an, welchen ihr Thibault ſehr linkiſch, wir können es nicht leug⸗ nen, anbot.

Thibault ſeinerſeits war ganz entzückt über die Schönheit der Dame, und da er aus den wenigen Worten der beiden Gatten erſah, daß ſie die Frau eines Beamten war, ſo zertheilte er ſtolz die Menge und ſchritt aufrechten Hauptes und mit ſo entſchloſ⸗ ſener Miene, als wollte er das goldene Vließ er⸗ obern, dahin.

Und in der That dachte er, der Bräutigam der armen Agnelette, er, der ſchnöd zurückgewieſene Lieb⸗ haber der ſchönen Müllerin, nicht bloß an all das Vergnügen, das ihm die Liebe einer Amtmännin be⸗ reiten könnte, ſondern auch an den Stolz, wozu ſie ihn berechtigen würde, und an die Vortheile, die er von einer ſo lang erſehnten und doch ſo unerwarteten Eroberung zu hoffen hätte.

Da nun Madame Magloire ihrerſeits nicht bloß ſehr nachdenklich, ſondern auch ſehr zerſtreut war, ſo daß ſie bald rechts, bald links, bald vor, bald hinter ſich ſchaute, wie wenn ſie Jemand ſuchte, ſo würde es mit der Unterhaltung unterwegs ziemlich flau ausgeſehen haben, wenn nicht der vortreffliche kleine Herr, der bald neben Thibault, bald neben Suſanna einhertrippelte und gleich einer vollwanſti⸗ gen vom Feld heimziehenden Ente herumwatſchelte, ſo ziemlich alle Koſten derſelben getragen hätte.

Thibault in Berechnungen, die Amtmännin in Betrachtungen verſunken, der Amtmann trippelnd, plaudernd und mit einem feinen Batiſttuch ſeine Stirne abwiſchend, ſo kam die Geſellſchaft im Dorf