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„Bonneville! Bonneville!“ ſprach Petit⸗Pierre, „Sie vergeſſen unſere Uebereinkunft.“
„Das iſt wahr; Madame möge mich entſchul⸗ digen!“
„Noch einmal! nun wohl, Sie ſind unver⸗ beſſerlich.“
„Petit⸗Pierre muß mir erlauben, ihn auf meine Schultern zu nehmen.“
„Wie ſo, aber ſehr gern; da iſt gerade ein Schrittſtein, der zu dieſem Zweck hier aufgepflanzt ſcheint; kommen Sie her, kommen Sie her, Graf.“
Petit⸗Pierre war ſchon auf den Stein geſtiegen.
Der junge Graf trat näher; Petit⸗Pierre pflanzte ſich rittlings auf ſeine Schultern.
„Meiner Treu, Sie benehmen ſich hiebei ſehr gut,“ ſprach Bonneville, ſich in Marſch ſetzend.
„Parbleu!“ erwiderte Petit⸗Pierre,„das Auf⸗ hockſpiel iſt ſehr beliebter Art und ich habe mich in meiner Jugend viel damit unterhalten.“
„Sie ſehen,“ ſprach Bonneville,„daß eine gute Erziehung nie verloren iſt.“
„Sagen Sie doch, Graf,“ fragte Petit⸗Pierre, „iſt es verboten zu ſchwatzen, he?“
„Im Gegentheil.“
„Nun, dann ſagen Sie mir, da Sie ein alter Chouan ſind, während ich erſt für die Chouanerie in die Lehre trete, warum ich auf Ihren Schul⸗ tern bin.“
„Wie neugierig doch dieſer Petit⸗Pierre iſt!“ entgegnete Bonneville.
„Nein, denn ich habe mich auf Ihre erſte Ein⸗ ladung und ohne Widerrede hieher geſetzt, obwohl


