Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

22

Uebelthäter verhaftet man und nicht ehrliche Leute, ſagte ein Dritter.

Darum werden wir Jean Oullier nicht feſt⸗

nehmen laſſen, ſetzte ein Vierter hinzu.

Still! rief der General in ſo gebieteriſchem Commandoton, daß alle Stimmen ſchwiegen.

Nach einer Pauſe:

Iſt Jean Oullier ein braver Mann, ein ehr⸗ licher Mann, woran ich nicht zweifle, ſo wird Jean Oullier wieder freigelaſſen. Iſt er einer von denen, welche Euch zu betrügen, Eure guten und recht⸗ ſchaffenen Geſinnungen zu mißbrauchen ſuchen, ſo wird Jean Oullier geſtraft. Glaubt Ihr denn, daß es ungerecht ſei, die zu ſtrafen, welche das Land wieder in jenes ſchreckliche Unglück zu ſtürzen ſuchen, von welchem die Alten zu den Jungen nur mit Thränen ſprechen?

Jean Oullier iſt ein friedfertiger Mann und meint es mit Niemand böſe, ſagte eine Stimme.

Was fehlt Euch denn? fuhr der General fort,

ohne ſich durch die Unterbrechung aufhalten zu laſſen;

Eure Prieſter, man achtet ſie; Eure Religion, es iſt die unſrige. Haben wir den König getödtet, wie 1793, Gott abgeſchafft wie 1794? Iſt es auf Eure Güter abgeſehen? nein, ſie ſtehen unter dem Schutz des gemeinſchaftlichen Geſetzes. Nie iſt Eure Gemeinde ſo blühend geweſen. 3 Das iſt wahr, ſagte ein junger Bauer. Höret nicht auf die ſchlechten Franzoſen, welche zur Befriedigung ihrer ſelbſtſüchtigen Leidenſchaften ſich nicht ſcheuen, auf das Land alle Schrecken des Bürgerkriegs herabzurufen. Erinnert Ihr Cuch nicht mehr, welcher Art ſie ſind, und muß man ſie Euch