Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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haſt nicht vermuthet, mein Junge, daß ich die Ge⸗ ſchichte von Chabottière kenne. Du würdeſt vielleicht ſehr erſtaunen, wenn ich Dir alles ſagte, was ich weiß.

Jean Oullier fürchtete, Schrecken zu verrathen.

Halt, ſprach er zu Courtin,genug jetzt davon; wollt Ihr Euch verkaufen, ſo wendet Euch an Andere; dergleichen Händel würden mir widerſtreben, ſelbſt wenn ich in der Lage wäre, ſie einzugehen; ſie ſind nicht meine Sache, Gott ſei Dank!

Iſt das Dein letztes Wort, Jean Oullier?

Mein erſtes und letztes; geht Euren Weg, Meiſter Courtin, und laßt uns auf dem unſrigen.

Nun, um ſo ſchlimmer, antwortete Courtin

aufſtehend;denn meiner Treu, es hätte mich ſehr ge⸗ freut, mit Euch andern zu gehen. Nach dieſen Worten richtete ſich Courtin auf, nickte Jean Oullier mit dem Kopf und ging ab. Kaum war derſelbe über die Thürſchwelle ge⸗ treten, ſo näherte ſich Alain Courtejoie, auf ſeinen zwei hölzernen Beinen trabend, wieder Jean Oullier. Du haſt eine Dummheit begangen, ſprach er mit leiſer Stimme. Wie ſo? Dieſer Menſch kann Dir Böſes zufügen, ſonſt wäre er nicht mit ſolcher Zuverſicht zu Dir gekommen. Was hätte ich thun ſollen? Ihn zu Louis Renaud oder zu Gaspard führen, ſie hätten ihn erkauft. 1 60 Uebel iſt geſchehen; was räthſt Du mir jetz 2⸗ Ihm zu folgen und ihn zu überwachen.