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Widerſpenſtiger, welche in der Gegend das Feld hielten.
Je ſeltener die Männer wurden, deſto unbarm⸗ herziger zeigten ſich die Regierungsbeamten gegen die Ungehorſamen.
Alain, welchen die Natur nicht mit einer beſon⸗ ders großen Geckenhaftigkeit begabt hatte, würde ſich nie ſo nothwendig für die Regierung erachtet haben, wenn er nicht mit eigenen Augen die Mühe, welche die Regierung ſich gab, ihm bis mitten in die Wälder der Bretagne und die Sümpfe der Vendée nachzuſpüren, geſehen hätte.
Die Gendarmen verfolgten eifrig die Ausreißer.
Bei einem der Zuſammenſtöße, welche aus dieſen Verfolgungen entſprangen, hatte Alain ſeine Muskete mit einer Bravour und Beharrlichkeit gebraucht, welche bewieſen, daß die Conſcription von 1814 nicht ſo ganz Unrecht gehabt hatte, wenn ſie ihn unter ihre Auserwählten zählen wollte.
Bei einem dieſer Zuſammenſtöße, ſagen wir, war Alain von einer Kugel getroffen und für todt mitten auf der Straße gelaſſen worden.
Gerade an dieſem Tag verfolgte eine Frau aus Ancenis die Straße, welche am Fluß hinläuft und von Ancenis nach Nantes geht.
Dieſe Frau war auf ihrem Wägelchen und es konnte zwiſchen acht und neun Uhr Abends ſein, das heißt, es war völlig Nacht.
Bei dem Todtenkörper angekommen, begann das Pferd zu zittern, und weigerte ſich beharrlich, vor⸗ wärts zu gehen.
Die Frau hieb auf ihr Pferd, das Thier bäumte ſich. Dumas, Wölfinnen von Machecoul. I. 15


