Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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ONN

Mit dem Klang der Schellen vermiſchte ſich der Trab von zwei Pferden.

In dieſem Augenblick knallte der Poſtillon, der von dem einen Pferde abſtieg, mit der Peitſche, um aller Wahrſcheinlichkeit nach ſeine Ankunft zu verkündigen.

Es ließ ſich nicht länger zweifeln, es war ein Poſtillon, der mit zwei Pferden kam.

Zu gleicher Zeit warf der Baron mit einer in⸗ ſtinckartigen Bewegung ſeine Augen auf die Neben⸗ gebäude.

Er ſah die Diener aus der Remiſe die Reiſe⸗ kaleſche ſeiner Mutter herausziehen.

Jetzt ging ihm ein Licht auf.

Die Poſtpferde von Montaigu, der Poſtillon, der mit der Peitſche knallte, die Reiſekaleſche, die man aus der Remiſe zog: es war kein Zweifel, ſeine Mutter reiſte ab und nahm ihn mit. Deß⸗ wegen hatte ſie ihn eingeſchloſſen, deßwegen hatte ſie ihn gefangen gehalten; ſie würde ihn im Au⸗ genblick holen, ihn mit ſich in den Wagen ſteigen laſſen, und fahr zu, Poſtillon.

Sie kannte ihren Einfluß auf den jungen Mann

gut genug, um gewiß zu ſein, daß er ihr nicht Widerſtand zu leiſten wagte.

Dieſer Gedanke der Abhängigkeit, von der ſeine Mutter eine ſo beſtimmte Ueberzeugung hatte, er⸗ bitterte den jungen Mann eben ſo ſehr, als er deren ganze Wirklichkeit empfand. Es war ihm ſelbſt offenbar, daß er einmal im Angeſicht der Baronin es nicht wagen würde, ihr die Lanze am Viſir zu

zerbrechen.