Aber die Stunden verfloſſen, es ſchlug Mittag, die Baronin erſchien nicht.
Michel bemerkte mit einer gewiſſen Unruhe, daß auf dem Tiſch ſo viel aufgetragen war, um nicht nur für das Diner von geſtern, ſondern auch für das Dejeuner, ja das Diner von heute auszu⸗ reichen.
Er begann jetzt zu fürchten, ſeine Gefangenſchaft möchte länger dauerm als er geglaubt hatte.
Dieſe Beſorgniß verſtärkte ſich, als der junge Mann es nach einander Zwei, Drei Uhr werden ſah.
In dieſem Augenblick und da er aufmerkſam auf das geringſte Geräuſch horchte, glaubte er von Montaigu her ein Knallen zu vernehmen.
Dieſes Knallen hatte die Regelmäßigkeit von einer Pelotonſalve. Und doch war es unmöglich zu beſtimmen, ob daſſelbe wirklich von einem Kleinge⸗ wehrfeuer herkam.
Montaigu war etwa zwei Meilen von La Loge⸗ rie gelegen; ein entfernter Sturm konnte ungefähr ein ähnliches Geräuſch hervorbringen.
Indeſſen war der Himmel rein.
Jenes Knallen dauerte ungefähr eine Stunde, dann wurde Alles wieder ſtill.
Die Unruhe des Barons war ſo groß⸗ daß er außer dem Dejeuner am Morgen das Eſſen völlig vergeſſen hatte.
Endlich hatte er einen Entſchluß gefaßt, nämlich, wenn die Nacht eingebrochen und Jedermann im Schloß zu Bette wäre, das Schloß des Zimmers mit ſeinem Meſſer aufzubrechen, und hernach nicht durch das Thor, das wahrſcheinlich auch geſchloſſen
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