Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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eine gebieteriſche Mutter und nimmt ſo auch ihre Rechte in Anſpruch.—

Und dann erzeugte ſich eine gewiſſe Ruhe im Geiſte des jungen Mannes.

Die Worte ſeiner Mutter, als ſie auf den Tiſch und das Bett deutete:

„Hier iſt etwas für den Hunger, und dort für den Schlaf,“ zeigten an, daß ſie nicht daran dachte, in das Zimmer ihres Sohnes zurückzukehren, ehe er gegeſſen und geſchlafen hatte.

Es waren immer einige Stunden Ruhe vor der Erklärung.

Michel aß eilig und nachdem er an der Thüre geweſen war und ſich verſichert hatte, daß er wirk⸗ lich Gefangener ſei, legte er ſich nieder und ſchlief ein.

Er erwachte gegen zehn Uhr Morgens.

Die Strahlen einer herrlichen Maiſonne dran⸗ gen fröhlich durch die Scheiben in ſein Gemach.

Er öffnete die Fenſter und nicht blos die Strah⸗ len der Sonne, ſondern auch ihre milde Wärme gelangte zu ihm.

Die Vögel ſangen in den mit ihren jungen, grünen und zarten Blättern bedeckten Zweigen, die erſten Roſen öffneten ſich, die erſten Schmetterlinge flatterten in der Luft.

Es ſchien an einem ſo ſchönen Tag, als ob das Unglück gefangen wäre und Niemand erreichen könnte.

Der junge Mann ſchöpfte eine gewiſſe Kraft aus dieſer Wiederbelebung der Natur und erwartete ruhiger ſeine Mutter.