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zog halb den Vorhang weg und ſah den jungen Baron Auge in Auge vor ſeiner Mutter.
„Ah, ah! mein junger Hahn“, ſagte er,„bei mir haſt Du zu laut gekräht, aber hier iſt eine Frau Henne, die Dir das Maul ſtopfen wird.“
Wirklich war die Baronin, als ſie ihren Sohn nicht zurückkehren ſah, auf den Gedanken gekommen, was Courtin geſagt hatte, könnte wohl wahr ſein und es läge nichts Außerordentliches darin, wenn ihr Sohn bei dem Pächter ſich befände.
Sie hatte einen Augenblick zwiſchen Stolz und Furcht, bei Nacht auszugehen, geſchwankt, aber end⸗ lich trug mütterliche Unruhe den Sieg davon und ſich in einen großen Shawl hüllend, ſchlug ſie den Weg nach der Meierei ein.
Bei der Thüre ankommend, ſah ſie ihren Sohn heraustreten.
Jetzt wich alle Beſorgniß, da ſie den jungen Mann geſund und wohl erblickte, und ihr herrſch⸗ ſüchtiger Charakter gewann wieder die Oberhand.
Er hingegen wich, als er ſeine Mutter gewahr wurde, in völliger Beſtürzung einen Schritt zurück.
„Folgen Sie mir, mein Herr,“ ſprach ſie zu ihm,„es iſt nicht zu bald, in's Schloß zurückzu⸗ kehren.“
Michel kam es weder in den Sinn, dagegen zu proteſtiren, noch zu fliehen; er folgte ſeiner Mutter, gehorſam und leidend wie ein Kind.
Nicht ein Wort wurde auf dem ganzen Wege
zwiſchen der Baronin und ihrem Sohne gewechſelt.
Im Ganzen war Michel dieſes Schweigen noch lieber als ein förmlicher Ausſpruch, wobei ſein kind⸗


