Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

211

„Wahrlich, es würde mir nicht leid thun, Herr

aron, inzwiſchen, wenn es ein Hinderniß gäbe,

würde man darum nicht ſterben.“

„Courtin, ich werde Deinen Pacht erneuern,“ erwiderte der junge Mann,„denn im Augenblick der Unterzeichnung bin ich majorenn.“

„Es iſt ſo, wie Sie ſagen, Herr Baron.“

„Aber, Du begreifſt wohl, Courtin,“ fuhr der junge Mann fort, dem ſein Verlangen, den Grafen von Bonneville zu retten und in Mary's Nähe zu bleiben, eine Entſchloſſenheit gab, die ſonſt ſeinem Charakter ganz fremd war,„Du begreifſt wohl, nicht wahr, daß, wenn Du das thuſt, was Du dieſe Nacht geſagt haſt, das heißt, wenn Du meine Freunde denuncirſt, ich den Pacht eines Denuncianten nicht erneuern werde.“

„O!l o!“ entgegnete Courtin.

„Es iſt ſchon ſo; einmal von der Meierei weg, Courtin, mußt Du derſelben Lebewohl ſagen, Du kehrſt nicht mehr dahin zurück.“

„Aber die Regierung; die Frau Baronin?“

„Das alles geht mich nichts an, Courtin; ich heiße Baron Michel de La Logerie, der Grund und

Boden und das Schloß de La Logerie gehören mir durch Abtretung meiner Mutter vom Augenblick meiner Volljährigkeit an; ich bin in eilf Monaten volljährig und Dein Pacht erliſcht in dreizehn.“

„Aber wenn ich meinem Vorhaben entſage, Herr aron,“ bemerkte der Pächter mit duckmaͤuſeriſcher Miene.

„Wenn Du Deinem Vorhaben entſagſt, Cour⸗ tin, ſo ſollſt Du Deinen Pacht haben.“

14*