Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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liebe und achte, ſein würde, meinen jungen Herrn in Verhaft nehmen zu laſſen?“

Michel erbebte auf dem Corridor; inzwiſchen war es die Baronin, welche darüber in die heftigſte Auf⸗ regung gerieth.

„Michel in Verhaft nehmen!“ bemerkte ſie, ſich aufrichtend,„es ſcheint mir, Ihr vergeßt Euch, Meiſter Courtin.“

Mein, Frau Baronin, ich vergeſſe mich nicht.“

17 och!“

„Ich bin Ihr Pächter, das iſt wahr,“ fuhr Courtin fort, indem er mit der Hand der ſtolzen Dame ein Zeichen machte, ſich zu beruhigen;„ich bin verpflichtet, Ihnen genaue Rechenſchaft über die Ernten zu geben, wovon Sie die Hälfte haben, und auf Tag und Stunde meine Gülten zu zahlen, was ich trotz der harten Zeiten nach beſten Kräften thue; aber ehe ich Ihr Pächter bin, bin ich Bürger, und, was noch weiter iſt, Maire, und von dieſer Seite aus habe ich auch Pflichten, welche ich erfüllen muß, Frau Baronin, ſo ſchwer es auch meinem armen Herzen fällt.“

„Welchen Galimathias ſchwazt Ihr da mir vor, Meiſter Courtin, und welche Beziehung kann zwiſchen meinem Sohn, Eurer Eigenſchaft als Bürger und Eurem Maire'stitel ſtattfinden?“

„Die Beziehung beſteht darin, Frau Baronin, daß Ihr Herr Sohn Bekanntſchaften mit den Feinden des Staats unterhält.“

„Ich weiß wohl,“ antwortete die Baronin,„daß er Marquis von Souday ſehr überſpannte Mei⸗ nungen hegt, aber die Libelei Michels mit einer