Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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Nun, fragte Petit⸗Pierre,was thun wir?

Ei, da wir keine andere Wahl haben, müſſen wir ihm folgen.

In das Schloß der Wölfinnen?

In das Schloß der Wölfinnen. 4

Dann ſollſt Du, mein lieber Rameau d'Or, um mir wenigſtens den Weg etwas zu verkürzen, mir erzählen, wer die Wölfinnen ſind.

Ich will Dir wenigſtens ſagen, was ich davon weiß.

Das iſt Alles, was ich von Dir erwarten kann.

Dann erzählte der Graf Bonneville, die Hand auf den Sattelbogen geſtützt, Petit⸗Pierre jene Art von Legende, welche im Departement der Nieder⸗ Loire und in den angrenzenden über die beiden wilden Erbinnen des Marquis von Souday umlief, über ihre Jagden bei Tag, über ihre Fahrten bei Nacht, über die Koppeln mit phantaſtiſchem Gebell, mit welchen ſie auf Pferden einhergallopirend die Wölfe und Wildſchweine hetzten.

Der Graf war gerade an dem beſonders dra⸗ matiſchen Theil der Legende, als er auf einmal die Thürmchen von Schloß Souday bemerkte, und in ſeiner Erzählung kurz abbrechend, kündigte er ſei⸗ nem Begleiter an, ſie ſeien am Ziel ihres Marſches angelangt.

Petit⸗Pierre, überzeugt, er werde Etwas gleich den Hexen von Macbeth ſehen, nahm allen ſeinen Muth zuſammen, um vor dem fürchterlichen Schloß anzulegen, als er bei einer Wendung der Straße ſich vor einem offenen Thor fand und vor dieſem Thor zwei weiße Schatten bemerkte, welche, beleuch⸗

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