Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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„Aber wohin wollen Sie denn, Herr Präfect?“ ſragte die Herzogin.

„Meine Pflicht thun, Madame, ſo peinlich ſie iſt, und den Befehl geben, daß Ihre Königliche Hoheit verhaftet wird, wenn ſie, wie die Depeſche von Paris beſagt, die Unklugheit hat, mein Departement zu paſſiren.“

„Thun Sie es, Herr Präfect, thun Sie es,“ er⸗ widerte Frau de La Myre;„ich kann Ihrem Eifer nur meinen Beifall ertheilen und verſpreche Ihnen, mich bei Gelegenheit deſſen zu erinnern.“

Und ſie bot dem Präfecten die Hand, der ſie ga⸗ lant küßte, nachdem er mit einem Blick Herrn de La Myre um Erlaubniß gebeten hatte, welche ihm die⸗ ſer auf gleiche Weiſe bewilligte.

XIV. Petit⸗Pierre.

Den Tag, nach dem die eben erzählten Ereigniſſe auf Schloß Vouillé ſich zugetragen hatten, finden wir Bertha und Michel wieder am Lager des armen Tinguy. Obwohl durch die Beſuche, welche Doctor Roger dem Kranken zu machen verſprochen, die Gegenwart des Mädchens an dieſem peſtilentialiſchen Herd ganz unnütz wurde, hatte Bertha doch, Mary's Bemerkungen zuwider, die Abſicht ausgedrückt, ihre Sorge für den Vendéer fortzuſetzen.

Chriſtliche Nächſtenliebe war vielleicht nicht mehr die einzige Triebfeder, die ſie nach der Hütte des Pächters zog.