Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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„Zu ſtark! nein,“ erwiderte die Herzogin,„aber ſehr ſtark!“

„So ſtark,“ ſetzte der Graf hinzu,„daß der Prä⸗ fect nichts davon glaubt.“

„Nicht ein Wort,“ entgegnete der Beamte, jedes der drei einſilbigen, eben ausgeſprochenen Worte be⸗ tonend.

In dieſem Augenblick ging die Thüre auf und einer der Diener des Grafen meldete, ein Huiſſier der Präfectur wünſche dem erſten Beamten des De⸗ partements eine dieſen Augenblick von Paris ange⸗ kommene telegraphiſche Depeſche zu überreichen.

„Sie erlauben, daß er eintritt?“ fragte der Prä⸗ fect den Grafen von Vouillé.

„Ja wohl,“ antwortete dieſer.

Der Huiſſier trat ein und übergab eine verſie⸗ gelte Depeſche dem Präfecten, der ſich zur Entſchul⸗ digung gegen die Gäſte verbeugte, wie er es gegen den Herrn des Hauſes gethan hatte.

Es herrſchte tiefes Stillſchweigen und alle Augen waren auf den Beamten gerichtet.

Madame wechſelte Zeichen mit Herrn von Vouillé, der ganz leiſe lachte, mit Herrn von Luſſac, der ganz laut lachte, und ihrem falſchen Gatten, der einen unſtörbaren Ernſt behauptete.

„Potz tauſend!“ rief auf einmal der Staatsbe⸗ amte,„Madame hat uns in Bezug auf Ihre König⸗ liche Hoheit die Wahrheit geſagt; Ihre Königliche Hoheit hat Frankreich nicht verlaſſen, ſondern nimmt ihren Weg nach der Vendée über Toulouſe, Libourne und Poitiers.“

Und bei dieſen Worten ſtand der Präfect auf.