Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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Herr, welcher Madame begleitete, und jetzt zum er⸗ ſten Male ſprach,„und wenn ich die Chre gehabt hätte, bei Ihrer Hoheit zu ſein und mir einige Au⸗ torität eingeräumt worden wäre, würde ich ihr ganz aufrichtig denſelben Rath gegeben haben.“

„Man redet nicht mit Ihnen, mein Herr Gemahl,“ entgegnete die Herzogin;„ich rede mit dem Herrn Präfecten und frage ihn, ob er überzeugt iſt, daß Ihre Königliche Hoheit ſich eingeſchifft hat.“

„Madame,“ ſagte der Präfect mit einer jener Geberden der Verwunderung, welche eine entgegen⸗ geſetzte Anſicht nicht zulaſſen,„die Regierung hat officielle Nachrichten.“

„Ah!“ bemerkte die Herzogin,„wenn die Regie⸗ rung officielle Nachrichten hat, ſo iſt dagegen nichts einzuwenden; aber,“ ſetzte ſie, ſich auf ein noch ſchlüpfrigeres Terrain, als das bisher betretene wagend, hinzu,„ich habe anders ſagen hören.“

„Madame!“ rief der alte Herr mit einem leich⸗ ten Ton des Vorwurfs.

„Was haben Sie ſagen hören, Couſine?“ fragte Herr von Vouillé, der jetzt gleichfalls an der Situa⸗ tion das Intereſſe eines Spielers zu nehmen ſchien.

„Ja, was haben Sie ſagen hören?“ drängte der Präfect.

„O, Sie begreifen, mein Herr Beamter,“ erwi⸗ derte die Herzogin,„daß ich Ihnen nichts Officielles gebe; ich rede von Gerüchten, die vielleicht keinen vernünftigen Sinn haben.“

„Frau de La Myre!“ rief der alte Herr.

„Ah! Herr de La Myre,“ bemerkte die Herzogin. „Wiſſen Sie, Madame,“ drängte der Präfect,