Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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„Tollkühnes, fehlgeſchlagenes Unternehmen!“ fragte die Herzogin.

„Dieß ſind die Worte, deren er ſich bedient hat.“

„Und ſind auch wahrhaftig diejenigen, welche der Sache gehören; verſtehen Sie eine Expedition die⸗ ſer Art, wozu die Dispoſitionen ſo nachläſſig getrof⸗ fen waren, daß es an einem Unter⸗Lieutenant des 13. Linien⸗Regiments, welcher einen Führer der Zu⸗ ſammenrottung verhaftet, genügte, um den ganzen Handſtreich zu Waſſer werden zu laſſen?“

„Ei, mein Gott! Herr Präfect“, ſagte die Her⸗ zogin melancholiſch,„es gibt bei den großen Ereig⸗ niſſen immer einen äußerſten Augenblick, wo das Schickſal der Fürſten und Reiche ſchwankt, wie ein Blatt im Winde. Wenn zum Beiſpiel zu Lamure, als Napoleon den wider ihn geſchickten Soldaten entgegentrat, ihn irgend ein Unter⸗Lieutenant am Collet gefaßt hätte, ſo wäre auch die Rückkehr von der Inſel Elba nichts als ein tollkühnes, fehlgeſchla⸗ genes Unternehmen geweſen.“

Es erfolgte Stillſchweigen, in ſo bewegtem Tone hatte Madame dieſe Worte geſprochen.

Sie ſelbſt nahm zuerſt wieder das Wort.

„Und die Herzogin von Berry,“ fragte ſie,„weiß man, was unter dieſen Umſtänden aus ihr gewor⸗ den iſt?“

„Sie hat den Carlo Alberto wieder erreicht und ſich eingeſchifft.“

„Ah!“

„Es war das einzige Vernünftige, was ſie thun konnte, wie mir ſcheint,“ ſetzte der Präfect hinzu. „Das war auch meine Anſicht,“ ſagte der alte