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Wieder⸗Erwachen der Natur anſchlug, wußte er, was die Lerche ſagte? Wenn die Nachtigall das Dunkel mit Harmonie erfüllte, wußte er, was die Nachtigall ſagte? Nein; er verſtand alle Dinge der Wiſſenſchaft, die Bertha fremd waren, aber Bertha verſtand alle Dinge der Natur, die Michel fremd waren.
O, wenn das Mädchen hätte ſprechen wollen, wie andächtig würde er zugehört haben.
Aber Bertha ſchwieg; ſie hatte das Herz voll von jenen Gedanken, welche dem Herzen entſchlüpfen, nicht in Laut und Worten, ſondern in Blicken und Seufzern.
Er ſeinerſeits träumte.
Er ſah ſich neben der ſanften Mary hingehen, anſtatt mit der rauhen und ſtrengen Bertha einher⸗ zumarſchiren: anſtatt jener Iſolirung, welche Bertha aus ihrer Kraft ſchöpfte, fühlte er wie Mary all⸗ mälig ermattete und ſich auf ſeine Arme ſtützte. O! Da ſchien ihm das Sprechen leicht; da hätte er tauſend Dinge ihr zu ſagen gehabt, von der Nacht, dem Mond, den Sternen und dem Himmel.
Bei Mary wäre er der Lehrer und der Herr ge⸗ weſen.
Bei Bertha war er der Schüler und der Sklave.
ie beiden jungen Leute gingen ſo ſeit etwa einer Viertelſtunde neben einander her, beide ſtill⸗ ſchweigend, als plötzlich Bertha ſtehen blieb, indem ſie Michel ein Zeichen gab, zu halten.
Der junge Mann gehorchte: bei Bertha war ſeine Rolle zu gehorchen.
„Hören Sie?“ fragte Bertha. „Nein,“ ſagte Michel kopfſchüttelnd.


