Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

152

Ihr Recht, mein werther Herr, wenigſtens für den Fall, daß Sie nicht allzuſehr ermüdet ſind.“

„Ach, Mademoiſelle, ermüdet, wenn es ſich da⸗ rum handelt, Ihnen zu folgen! Mit Ihnen oder Mlle. Mary würde ich bis an's Ende der Welt gehen. Ermüdet! o, niemals!“

Bertha lächelte, dann flüſterte ſie, Baron von der Seite betrachtend:

„Wie unglücklich, daß er nicht von den Unſrigen iſt 1²

Aber bald ſprach ſie wieder mit einem Lächeln:

„Bah! Bei einem Charakter wie dieſer wird er ein, wie man ihn haben will.“

„Es ſcheint, daß Sie mit mir ſprechen,“ bemerkte Mihe nund doch verſtehe ich nicht, was Sie mir agen.“

de ieß kommt daher, daß ich ganz leiſe mit Ihnen rede.“

„Warum reden Sie ganz leiſe mit mir?“

„Weil das, was ich Ihnen ſagen will, ſich nicht laut ausſprechen läßt, wenigſtens in dieſem Augenblick.“

„Aber ſpäter?“ fragte der junge Mann.

„Ah ſpäter vielleicht!“

Seinerſeits bewegte nun der junge Mann die Lippen, aber ohne daß er einen Ton hervorbrachte.

„Nun,“ fragte Bertha,„was bedeutet dieſe Pan⸗ tomime?“

„Daß ich meinerſeits leiſe mit Ihnen ſpreche, nur mit dem Unterſchied, daß ich das, was ich ganz leiſe ſage, Ihnen ganz laut und in dieſem Augen⸗ blick wieder ſagen würde, wenn ich es wagte.“

„Ich bin keine Frau, wie die andern,“ ſagte

den jungen