Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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wahr? Laſſen Sie in gehöriger Form Verhaltungs⸗ befehle zurück, eine von uns, ich oder meine Schweſter wird, wenn nicht neue Ereigniſſe eintreten, die kom⸗ mende Nacht bei ihm zubringen.“

„Wollen Sie mein Gefährt nehmen? Ich werde zu Fuß gehen, und morgen können Sie mir daſſelbe durch Jean Oullier oder ſonſt Jemand ſchicken.“

„Danke, ich weiß nicht, wo Jean Oullier morgen ſein wird; ich gehe lieber, ich fühle mich etwas beengt, das Gehen wird mir gut thun.“

Bertha reichte dem Doctor die Hand, drückte die ſeinige mit männlicher Kraft, warf ihren Mantel über die Schulter und entfernte ſich.

Aber an der Thüre fand ſie Michel, der, ohne die Unterredung zu hören, das Mädchen keinen Au⸗ genblick aus dem Geſicht verloren und errathend, daß ſie weggehen wolle, vor ihr die Thüre gewonnen hatte..

„Ach! Mademoiſelle,“ fragte Michel,„was geht denn vor und was haben Sie erfahren?“

„Nichts,“ ſagte Bertha.

„O nichts; hätten Sie nichts erfahren, würden Sie nicht ſo davon gegangen ſein, ohne ſich mit mir zu beſchäftigen, ohne mir Adieu zu ſagen, ohne mir ein Zeichen zu machen.“

„Warum ſollte ich Ihnen Adieu ſagen, da Sie mich heimbegleiten; am Thore des Schloſſes Souday wird es Zeit dazu ſein.“

„Wie! Sie erlauben?“

„Was? daß Sie mich begleiten; aber nach Allem, was ich Sie dieſe Nacht habe thun laſſen, iſt es