Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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Gegentheil, wir brauchen Sie noch; Sie ſollen Ro⸗ ſine helfen, die Recepte des Doctors zu machen, während ich mit ihm über die einzuhaltende Be⸗ handlung ſprechen werde.

Dann zu dem Doctor:

Doctor, ſagte ſie ganz leiſe,beſchäftigen Sie dieſelben, Sie werden mir ſagen, was Sie wiſſen, und ich werde Ihnen ſagen, was ich weiß.

Dann wandte ſie ſich wieder zu Michel:

Nicht wahr, mein Freund, ſagte ſie mit der ſanfteſten Stimme,nicht wahr, Sie wollen Roſine wohl helfen?

Alles, was Ihnen beliebt, Mademoiſelle, ant⸗ wortete der junge Mann,befehlen Sie, und es ſoll Ihnen gehorcht werden.

Doctor, Sie ſehen, fuhr Bertha fort,Sie werden hier zwei Gehülfen voll guten Willens haben.

Der Doctor eilte nach ſeinem Fuhrwerk und holte von da eine Flaſche Seidlitzer Waſſer und einen Sack mit Senfmehl.

Hier, ſprach er zu dem Mann, ihm die Flaſche reichend,entpfropfen Sie dieſes und laſſen Sie den Kranken von zehn zu zehn Minuten ein halbes Glas davon trinken.

Dann zu Roſine, ihr den Sack mit Senfmehl übergebend,rühre mir dieß mit ſiedendem Waſſer an, es muß Deinem Vater auf die Füße gelegt werden.

Der Kranke war in die Atonie wieder verfallen, welche dem Augenblick der Aufregung vorangegan⸗ gen und von Bertha durch das Verſprechen gelindert