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abzunehmen, ſich immer mehr ſteigerte, befahl er Roſine, einen Krug Waſſer auf einen Stuhl neben ſein Bett zu ſtellen.
So hatte er, vom Fieber verzehrt, die Nacht hin⸗ gebracht, ohne Unterlaß trinkend„ohne doch das Feuer, das in ihm brannte, löſchen zu können; am Morgen hatte er aufzuſtehen verſucht, aber kaum ſich aufrecht zu ſetzen vermocht; der Kopf, worin er ſchreckliches Stechen fühlte, ſchwindelte ihm und er klagte über heftigen Schmerz in der rechten Seite.
Roſine hatte von neuem darauf gedrungen, Herrn Roger— dieß war der Name des Arztes zu Légé— zu holen, aber wiederum hatte es ihr der Vater be⸗ ſtimmt verboten.
Das Kind war dann bei dem Bett geblieben, bereit, ſeinen Wünſchen zu willfahren und ihm bei ſeinen Bedürfniſſen Beiſtand zu leiſten.
Sein heftigſtes Bedürfniß war zu trinken; von zehn zu zehn Minuten begehrte der Kranke Waſſer.
So verweilte ſie bis 4 Uhr Abends.
Um dieſe Zeit ſprach der Kranke kopfſchüttelnd:
„Nun, ich ſehe wohl, ich bin von einem böſen Fieber befallen, man muß bei den guten Schloß⸗ frauen um ein Heilmittel anſuchen.“
Wir haben das Reſultat dieſer Entſchließung ge⸗ ſehen.
Nachdem Bertha dem Kranken den Puls gefühlt und dieſen Bericht, den er mit großer Mühe und erſtickker Stimme abſtattete, angehört hatte, während ſie bis auf hundert Pulsſchläge in der Minute zählte, erkannte ſie, daß der gute alte Tinguy einen hef⸗ tigen Fieberanfall habe.


