Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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Gliedern geworden, zwei⸗ oder dreimal war er ge⸗ zwungen geweſen, ſich zu ſetzen, er war auf zwei Quellen geſtoßen und hatte an denſelben gierig ge⸗ trunfen; aber anſtatt Linderung zu gewähren, war der Durſt ſo heftig geworden, daß er zum dritten Mal in einem Fahrgeleiſe getrunken hatte.

Endlich war er auf ſeinem Felde angekommen, hatte aber hier nicht die Kraft gehabt, den erſten Spaten⸗ ſtich an der Tags zuvor angefangenen Furche zu thun, einige Augenblicke hatte er ſich, geſtützt auf ſein Werkzeug, aufrecht gehalten, allein dann ein Wirbeln im Kopf empfunden und ſich niedergelegt, oder war vielmehr in völliger Erſchöpfung zu Boden gefallen.

In dieſem Zuſtand war er bis ſieben Uhr Abends geblieben, und würde wohl die ganze Nacht ſo ge⸗ blieben ſein, hätte nicht der Zufall einen Bauern aus dem Dorfe⸗ Légé einige Schritte an ihm vorü⸗ bergeführt. Der Bauer ſah einen Menſchen daliegen, er rief ihn an; der Mann gab keine Antwort, aber machte eine Bewegung; der Bauer näherte ſich und erkannte Tinguy.

Mit großer Mühe war es ihm gelungen, den Kranken nach Hauſe zu bringenz dieſer war ſo ſchwach, daß er mehr als eine Stunde gebraucht hatte, um eine Viertelmeile zu machen.

Roſine wartete ungeduldig; erſchreckt beim Anblick ihres Vaters, wollte ſie in den Flecken laufen und einen Arzt holen, jener aber verbot es ihr beſtimmt und legte ſich mit der Erklärung zu Bette, es habe nichts zu bedeuten und am andern Morgen werde er wieder geſund ſein; aber da ſein Durſt, anſtatt