Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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Thüre, um ſich mit der äußern Luft in Communi⸗ kation zu erhalten.

Was Bertha betraf, ſo dachte ſie an nichts der⸗

gleichen, ſondern ging gerade auf das Bett des Kran⸗ ken zu und faßte ſeine von Fieber brennende Hand.

Der junge Mann machte eine Bewegung, um ſie abzuhalten, öffnete den Mund, um einen Schrei aus⸗ zuſtoßen, aber fühlte ſich gewiſſermaßen verſteinert von dieſer kühnen Menſchenliebe und verharrte unter dem Gewicht eines bewundernden Schreckens.

Bertha befragte den Kranken; wir wollen ſehen, wie es ihm zu Muth geweſen war.

Am Morgen Tags zuvor, eben da er aufſtehen wollte, hatte er ſich ſo ermüdet gefühlt, daß ihm beim Ausſteigen aus dem Bett die Beine den Dienſt verſagten; es war eine Warnung, welche ihm die Natur gab, aber die Bauern befolgen ſelten die Rath⸗ ſchläge der Natur.

Anſtatt ſich wieder zu Bette zu legen und einen Arzt holen zu laſſen, hatte Tinguy ſich angekleidet und war, unter angeſtrengtem Verſuch, das Uebel zu beſiegen, in den Keller hinabgeſtiegen und mit einem Kruge Obſtmoſt wieder heraufgekommen, dann hatte er ein Stück Brod abgeſchnitten; nach ſeiner Anſicht handelte es ſich darum, ſich zu ſtärken.

Er hatte ſeinen Krug Moſt mit wahrer Luſt ge⸗ trunken, war äber nicht im Stande geweſen, von ſeinem Stück Brod nur einen Biſſen hinunterzu⸗ würgen.

Hernach war er an ſeine Feldarbeit gegangen.

Unterwegs hatte ihn ein heftiges Kopfweh be⸗ fallen, die Mattigkeit war zur Schwere in den