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Zu jedem von ihnen hatte ſeine Frau, wie es bei armen Bauern gebräuchlich iſt, einen Säugling genommen.
Der eine war der letzte Sprößling einer edeln Familie aus Anjou; er hieß Henri de Bonneville; er wird bald in dieſer Geſchichte erſcheinen.
Der andere war Michel de La Logerie, welcher in derſelben eine der Hauptrollen ſpielt.
Henri de Bonneville war zwei Jahre älter als Michel; die beiden Kinder hatten ſehr oft auf der Schwelle eben der Thüre mit einander geſpielt, welche Michel im Gefolge von Roſine und Bertha zu überſchreiten im Begriff war.
Später hatten ſie ſich zu Paris wieder geſehen; Frau de La Logerie hatte dieſe Freundſchaft ihres Sohnes mit einem jungen Mann, der in den weſt⸗ lichen Provinzen durch Vermögen und ariſtokratiſche Geburt eine hohe Stellung einnahm, ſehr aufge⸗ muntert. 1
Die beiden Pfleglinge hatten einigen Wohlſtand in das Haus gebracht; aber der Vendéiſche Bauer iſt ſo, daß er nie ſeinen Wohlſtand eingeſteht. Tin⸗ guy machte ſich darum arm auf Koſten ſeines eigenen Lebens und würde ſich, ſo krank er war, wohl ge⸗ hütet haben, von Légé einen Arzt holen zu laſſen, deſſen Beſuch ihn drei Francs gekoſtet hätte.
Außerdem glauben die Bauern und die Vendéer Bauern noch mehr als die andern, weder an Arznei noch an Aerzte; ſo kam es, daß Roſine ſich zuerſt nach Schloß de La Logerie gewendet, wo ihr als Milchſchweſter Michels der Zutritt völlig offen ſtand,
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