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Und ehe der junge Baron ſich widerſetzen oder nur ſeine Abſicht errathen konnte, hatte er ihm den Strick aus der Hand geriſſen und den Hunden über den Hals geworfen, gerade wie man es mit dem Zaum bei einem Pferde macht.
Als die Hunde ſich frei fühlten, eilten ſie in vollem Lauf in der Richtung des Schloſſes dahin, gefolgt von Jean Oullier, der nicht minder ſchnell auf den Beinen war, während er mit ſeiner Peitſche knallte und rief:
„In den Stall! in den Stall!“
Dieſe Scene war ſo raſch vor ſich gegangen, daß die Hunde und Jean Oullier ſchon ein Kilo⸗ meter von dem jungen Baron ſich entfernt hatten, ehe dieſer nur von ſeinem Erſtaunen zu ſich kam.
Er blieb vernichtet auf dem Wege ſtehen.
So verharrte er etwa zehn Minuten, mit offe⸗ nem Munde, die Augen feſt nach der Richtung ge⸗ wendet, wo Jean Oullier und die Hunde verſchwun⸗ den waren, als die ſchmeichelnde und ſanfte Stimme eines Mädchens zwei Schritte von ihm folgende Worte vernehmen ließ:
„Jeſus, mein Gott! Herr Baron, was thun Sie um dieſe Stunde hier, barhaupt und auf der Straße?“
Was er hier that? Der junge Mann wäre in
großer Verlegenheit geweſen, dieß anzugeben; er folgte ſeinen Hoffnungen, die vom Schloſſe ausflo⸗ gen, und denen er nicht nachzuſetzen wagte.
Er drehte ſich um, zu ſehen, wer das Wort an ihn richtete.


